Springbok to Mariental

Summary: Again, I made use of the internet connection in the morning and uploaded as many pictures as possible. While loading the bike, it fell over and bent the brake lever and smashed the right mirror support. Stupid git! I have to drive without right mirror now. I got rid of my South African Rand just to find out at the Namibian border that had needed them to pay the Namibiann road tax. I had to get some money from an ATM first to be able to pay the tax. Beyond the Orange River, the land was very arid and completely dry. The distances are huge and the villages small, only a couple of buildings with a petrol station. In Grünau, I got fuel and withdraw some money from an ATM that gave me…South African Rand! I reached Mariental in the late afternoon and spent the night in the simple, but clean Hotel Mariental that also disposed of a gambling hall, a discoteque and maybe even a brothel (the were some indications, but I did NOT investigate further).

Morgens lud ich noch einige Bilder und frühstückte im rosafarbenen, reich dekoriertem Frühstücksraum. Ich belud das Motorrad mit der grossen Tasche und merkte dass der Sandboden auf dem Parkplatz dem Hauptständer  wieder wenig Halt bot. Für den Augenblick dachte ich es würde schon gehen, aber als ich mich gerade kurz umdrehtte, um die Tasche hochzuheben, machte es BOF und die XBR war eingesunken und umgefallen. Mistmistmist! Ich versuchte panisch, sie wieder aufzurichten, denn der Tank war voll. Bei über 250 kg Gewicht ist das nicht so einfach und ich hatte dann noch den ganzen Tag Rückenschmerzen. Die Lenkerprotektoren hatten nicht verhindert, dass der Bremshebel verbogen wurde. Er war so verbogen, dass er am Protektor striff und die Bremse blokierte. Zum Glück war es ein verstellbarer Hebel und ich kann wenigstens weiterfahren. Der Spiegel fiel zu unglücklich, dass er nicht verdreht wurde sondern an der Armatur abbrach. Fahre jetzt ohne den (bei Linksverkehr wichtigen) rechten Spiegel. Himmiherrschaftzeitgreizgruzifimfalnomoineizäfixsacklzementsakrament!!! So was von überflüssig und dumm! Der Lenkerprotektor hat nicht viel genutzt, aber das stand auch in der Anbauanleitung, das Plastik verschiebt sich einfach. Wenigstens war sonst nichts wichtiges beschädigt. Ich ging zur Rezeption wo ich noch mit der älteren Besitzerin und dem Geschäftsführer (Hugh Grant look-a-like) plauderte. Ich wollte meine südafrikanischen Rand noch loswerden, denn nach dem Desaster in Zambia (ich habe immer noch 40€ in Kwacha und bekomme sie nicht getauscht) sollte mir das nicht nochmal passieren. Ich bezahlte also einen Teil meiner Rechnung in bar und den Rest per Karte. Ich dachte, besonders schlau gewesen zu sein. Am Parkplatz traf ich ein südafrikanisches Pärchen, das mit einer Africa Twin zum Fish River Canyon wollte. Der Kerl hatte von Motorrädern keine Ahnung und ich musste ihn aufklären, welchen Reifentyp (schlauchlos) er drauf hatte. Die Kombination aus zwei Personen mit Gepäck und Schotterpiste bis zum Canyon garantiert eine steile Lernkurve. Ich kam erst um 10 Uhr los und hatte noch 120 km bis zur Grenze. Da ich am Abend immer volltanke, kann man am kühleren Morgen immer gleich ein paar Kilometer machen. So erreichte ich nach einer guten Stunde und musste das südafrikanische Prozedere aus Grenzpolizei, Zoll und normaler Polizei durchlaufen bevor ich den Laufzettel bekam, der an der letzten Konstelle überprüft wurde. Während ich von ihrem Kollegen inspiziert wurde, fragte mich eine Beamtin auf sympatische Weise über meine Reise aus und machte dabei ein neidisches Gesicht.

The border between South africa and Namibia: The Orange River

Endlich durfte ich auf die Brücke über den Orange Brücke um auf der anderen Seite ins namibische Grenzhäuschen zu gehen. Pass und Zoll waren gleich erledigt, aber ich musste noch zu einer Stelle um eine „road tax“ zu bezahlen. Das macht 140 namibische Dollar. Äh, habe ich noch keine, kann ich auch mit US Dollar bezahlen? Geht nicht, aber mit südafrikanischen Rand.

[…]

Na super, jetzt hätte ich sie gebraucht, die Rand. Was nun? Ich müsse zur Ortschaft und Geld holen. Die Dame lief mit mir zum Gate und erklärte ihren Kollegen, dass ich gleich wieder zurückkäme. Ein Polizist fragte mich noch beim losfahren, ob ich einen Führerschein hätte. Ich verkniff mir die patzige Antwort „nein, ich fahre durch Afrika ohne Führerschein, weil das mehr den Kick gibt“. Zum Glück wollte er nix über die Versicherung wissen, denn die letzte gültige Versicherung, die ich erworben hatte war…äääh…für Zambia. Ich fuhr zur nächsten Tankstelle, dort sollte es ein ATM (Geldautomat) geben. Gab es. „Out of order“. Ich konnte aber an der Tankstellenkasse mir per Karte was auszahlen lassen. Also zurück, gezahlt und hinein nach Namibia. Überraschen war der plötzliche Wechsel von Steppe zu Wüste.

Dry country - Namibia

Berge, Sand und Steine. Erst nach und nach gab es wieder Gebüsch und mal ein paar verhutzelte Bäume. Zwischen den „Ortschaften“ gibt es praktisch nichts, mal ein paar Abzweiger zu verstreuten Gehöften, und die Ortschaften selber sind eine Ansammlung von ein paar Häusern mit einer Tankstelle, die einen kleinen Shop hat. So tankte ich in Grünau (vom Grün ist in dieser trockenen Jahreszeit nicht viel zu sehen) und verspeiste einen Steakburger, der frisch zubereitet wurde. Ich suchte den ATM auf um mir endlich namibisches Geld zu besorgen und was spuckt der Automat aus? Südafrikanische Rand! Ich war sprachlos. Ich wusste ja, dass es zwischen süsafrikanischem Rand und namibischen Dollar Währungsparität gab, aber dass sie austauschbar waren, ds hätte ich nicht gedacht. Auf der Strecke fuhr ich wieder meine konstanten 120 km/h und kam so gut voran. Trotzdem wurde ich wieder ordentlich von den zahlreichen weißen Geländewagen überholt.  In Keetmanshoop, bereits nach 165 km, tankte ich wieder, denn die Tankstellen sind dünn gesät und man muss genau planen bis zu welcher Ortschaft es reicht. Die letzte Etappe (230 km) nach Mariental zog sich etwas, es war bereits später Nachmittag, ordentlich heiss, die Landschaft wenig abwechslungsreich und der Hintern ordentlich weichgekocht. Auf einmal glaubte ich, dass sich meine Optik verschoben hatte: Der Horizont war schräg! Nein, es lag nicht am Seitenwind oder am ausgedörrtem Hirn, das Land fiel tatsächlich von einer zur anderen Seite ab. Ein Blick auf die Höhenlinien der Karte bestätigten das. In Mariental quartierte ich mit im „Hotel Mariental“ ein, ein sehr einfaches, aber sauberes Hotel mit allem was man braucht. Mit angeschlossener Gambling Hall und Diskothek. Beim Abendessen fragte ich mich, ob nicht noch ein weiterer Geschäftszweig angeschlossen war, als ich die aufgebrezelten Damen sah. Ich konnte beim Essen zum erstenmal Leute in einer Klicksprache reden hören, das ist schon interessant wie man so schnell sprechen und dazwischen diese vielen Schnalz- und Klicklaute produzieren kann. Ich verdrückte einen „Mixed Grill“ mit gegrilltem Fleisch, Bacon, Boerewors, Spiegelei und Pommes. Langsam steigt bei mir das Bedürfnis nach leichter Kost.

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