Sossusvlei (Verloren in Raum und Zeit part II)

Summary: Got up at half past five and took off for the trip to the Sossusvlei at half past six. Ten people plus driver went with an open air vehicle into the Park. Soon the first red dunes came into sight and our driver Paulus stopped every now and then to explain us background stories about the dunes and the animals we saw next to the tarmac road [sic!]. We saw many beautiful dunes and in the end, after having passed the last 5 km on a sandy track, I climbed a dune opposite to the highest dune called “Big Daddy” and had a nice view down to the Dead Vlei (Valley) lying below. An impressive sight. We went on to the Sossusvlei that contains a little lake in front of the second highest dune “Big Mama”. In the meantime, Paulus had prepared a big breakfast in the shadow of very old Acacia trees. After a visit to the lake we had to read the 65 km back to the lodge as it was already noon and the sun was burning mercilessly. Back at the lodge l wanted to relax a bit and looked up my airplane ticket just to find out that I totally got my departure date totally wrong, it’s Thursday and not Friday. I also realized that I had not to drop my bike at the freight airport in two days from now, but…today! Again, lost in space and time. After fruitless attempts to contact the cargo company in Windhoek, I called their colleagues in Munich who settled it for me that I can drop the XBR in two days from now. I visited the solar internet café to update some articles (without pictures) and topped up some fluids of the XBE and fixed definitely my battery contact problem. After a sundowner, I tasted the other game meat that I haven’t tried so far.

Um kurz vor halb sechs klingelte der Wecker. Röchel. Na gut. Vorbereitet war schon alles, in die Safarikleider geschlüpft und los zum Frühstück einwerfen. Um viertel nach sechs war Treffpunkt und kurz darauf wurden wir 10 Leute von Paulus, unserem Fahrer und Guide begrüßt. Das Gefährt war ein überdachter Toyota, der anscheinend speziell für diese Wüstensafaris gebaut war.

Sunrise

Wir passierten das Gate und fuhren in den Sossusvlei Park hinein. Ab und zu blieb Paulus stehen und gab uns Erklärungen. Ich war ganz dankbar denn es war noch schweinekalt und ich war eindeutig zu frisch angezogen. Wir sahen so im Vorbeifahren Strauße, Springböcke und Oryx. Rechts und links tauchten schon die berühmten Dünen aus rötlichem Sand auf. Das Dünenmeer erstreckt sich von hier bis zur Atlantikküste. An der Düne Nr. 45 blieben wir kurz stehen, stiegen aber nicht hinauf. Die Sonne stand schon etwas höher am Himmel und das Licht ließ den rötlichen Sand langsam aufleuchten.

Surfing in the sand

Eine Weile später war das Ende der Asphaltstrasse erreicht (ja genau, die Strecke im Park ist bis dahin geteert) und nach einer Bedürfnispause ging es weiter auf der Sandpiste, für die Allrad erforderlich war. Das kann man wohl sagen, aber der Toyota kämpfte sich tapfer durch den Sand. Nach 5 km bog Paulus nach links ab und wir blieben an der Einfahrt zum Dead Vlei stehen. Der Name ist eine Mischung aus Englisch und Afrikaans und beutet einfach „Totes Tal“. Ich entschied mich für die Variante auf eine Düne gegenüber der größten Düne, genannt „Big Daddy“ zu steigen. Dead Vlei

Sand beetle having breakfast

Das dauerte eine Weile, aber es war lohnenswert, denn von dort hatte man einen prima Rundumblick auf die Gegend, Big Daddy und das untenliegende Dead Vlei. Das Vlei ist der Grund eines Sees, der ausgetrocknet ist und der eingetrocknete Lehm leuchtet weißlich und bildet einen starken Kontrast mit den rötlichen Dünen.

Bottom of the Dead Vlei

In der Ebene stehen noch die Stämme von seit Jahrhunderten vertrockneten Akazienbäumen, die dem ganzen noch einen bizarreren Anstrich geben. Ich lief die Düne hinunter und staunte über den harten, wie versteinert wirkenden Boden des Vlei.

Dead Acacia trees in the Dead Vlei

Paulus wartete schon auf mich und erzählte mir noch  etwas über die Entstehungsgeschichte des Dead Vlei. Wir gingen zurück zum Auto und fuhren weiter zum Sossusvlei, wo es vor der großen Düne „Big Mama“ eineen kleinen See gibt. Paulus wuchtete einen großen Picknickkoffer aus dem Auto und tischte ein großes deutsches Frühstück inklusive weißer Tischdecke auf. Das ganze unter uralten Akazien mit den Dünen im Hintergrund. Sehr schräg. Wir spazierten anschliessend zum See ud anschließend ging es unter mittlerweile gleissenden Sonne wiedder zurück zur Lodge. Die Dünen sind schon spektakulär, da sie sehr hoch und mächtig sind und haben fast etwas schroffes. Zurück im Zimmer wollte ich etwas relaxen, legte mich aufs Bett und sah meine Reisepapiere durch. Ich wollte wissen, wann der Flieger am nächsten Freitag abhebt. Ich las 8 Uhr, das bedeutete, dass ich dort um 6 Uhr einchecken sollte. Am 27. Oktober. Was? Ääääh….27. Oktober? Das ist doch am Donnerstag! Prima, einen Tag weniger in Windhoek rumhängen müssen. Und wann muss ich dann das Motorrad abliefern? Nicht am 26., sondern am 24. Aber das ist ja heute!

[…]

Verloren in Zeit und Raum. Ich war die ganze Zeit felsenfest davon überzeugt, dass ich das Motorrad am 26. am Frachtterminal abliefern und am 28. Abfliegen müsste. Problem! Die nächsten zwei Stunden versuchte ich die Cargofirma per Telefon von der Rezeption aus zu erreichen, was aber nicht von Erfolg gekrönt war. Ich rief schließlich die Zentrale in München an, die das ganze regelten und  schließlich bestätigten, dass ich auch am 26. Abliefern könne. Im schlimmsten Fall wird das Motorrad später transportiert, aber ich glaube nicht, dass von dem „riesigen“ Flughafen Windhoek so viel fracht abgeschickt wird. Puh!  Ich fuhr noch zur Tankstelle und mühte mich im solargepowerten Internetcafe Beiträge hochzuladen, was  nur ohne Bilder gelang. Ich machte noch einen kurzen Service für die XBR (Kettenöl und Motoröl auffüllen, endlich den Batteriewackelkontakt endgültig beseitigen). Ich kaufte mir hier das Buch  „Hummeldumm“, um für den Rückflug etwas zu lesen zu haben. Dabei stellte ich fest, dass es von einer Gruppenreise durch Namibia handelt, in der wohl auch diese Lodge vorkommt! Die beschriebenen Charaktere habe ich so oder anders auch auf meiner Reise getroffen und das was ich bisher gelesen habe war ein sehr amüsantes Déjà-vu.

Dinner for one

Abends einen Sundowner und anschließend die restlichen Antilopen- oder die anderen Paarhufersorten probiert. Morgen steht noch ein harter Tag mit der 165 km Rückkehr auf der Piste und noch 370 km Asphalt an, dann ist es vollbracht. Ich wollte eigentlich nur ein bisschen lesen, aber dann habe ich das Buch ausgelesen, da es witzig war, die besuchten Plätze und Archetypen wiederzuerkennen und sogar das eigene Zimmer wurde darin beschrieben.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.