Jambo!

Summary: Sitting under palms at the beach; flights were OK without problems; attitude switched to ‘relax’ mode; no probs at immigration and customs; cargo company asked for 240$ for custom fees (18$), warehouse storage (94$) and their services; in the end bargained down to 180$. Bike had arrived well, driving conditions would be shocking for most European drivers, but OK for me. Fuel stop and finally pre-booked hotel located (no road signs). Chilling at the beach. Prepared for moskitos. Waiting for dinner, hungry.

Schöne Grüße vom Indischen Ozean, ich sitze gerade unter Palmen am Strand und lasse den Tag noch einmal Revue passieren.

Kenya Bay Hotel beach, Mombasa

Gestern ging es also zuerst nach München. Da sich das Boarding verzögerte, hob die Maschine mit einiger Verspätung ab. Es wurde dann beim Umsteigen in München etwas knapp. Bepackt mit Motorradjacke und -hose, Helm und dem kleinen, aber schweren Rucksack hastete ich zum Gate. In der Hektik riss mir auch noch der Riemen des Rucksacks (Himmiherrschaftzeitnzäfix!!!), ich schaffte es aber noch rechtzeitig in den Flieger. Dort konnte ich wieder etwas abkühlen, denn im Zubringer funktionierte die Lüftung nicht richtig und ich schwitzte wie….in Afrika. Die Nacht im Flieger nach Mombasa war etwas kurz und an richtigen Schlaf war natürlich nicht zu denken, bestenfalls etwas dösen. Morgens wurde die erfolgreiche Landung von den Pauschalurlaubern eifrig beklatscht und schon traten wir in die warme Schwüle des kenianischen Morgens. 25 Grad um 8 Uhr morgens, aber eine Luftfeuchte, an die ich mich erstmal gewöhnen muss. Der Flughafen ist relativ klein und wenn auch noch zwei Maschinen kurz hintereinander landen, dann ist die Schlange an der Passkontrolle entsprechend lang. Erstmal auf “relax” Modus umschalten, ich glaube dass ist eh die richtige Strategie für Afrika. Hinsetzen, den Schweiss laufen lassen und warten bis die lange Schlange sich verflüchtigt hat. Dann ein Transitvisum beantragen. Durch die kurze Zollkontrolle und gleich zum Bankautomat. Komisch, der funktioniert nicht. So ein Zufall, gleich daneben ist die Wechselstube…

Ich erkundigte mich am Infoschalter, wo ich mein Gepäck aufbewahren könnte. Das ging freundlicherweise in einer Abstellkammer, die abgesperrt wurde. Ein Taxifahrer wurde mir vom freundlichen Beamten auch besorgt. Wie sich nachher herausstelle, sind es bis zum Frachtterminal nur 60m Luftlinie, man muss aber mangels einer Verbindung einen weiten Bogen fahren. Dort angekommen wurde ich von zwei John und John bereits erwartet, die sich als örtliche Vertreter der Cargofirma um mich kümmern würden. Ich stellte fest, dass ich alles dabei hatte, bis auf den Reisepass der noch in der Jacke in der Abstellkammer war. Argh! Kein Problem, mit einem Kleinbus ging es zurück zum Flughafen, wo ich auch das ganze Gepäck mitnahm. Zurück im Frachtterminal wurde erstmal mit John etwas hin- und hergelaufen. Schlielich landeten wir im Büro von Joshua, dem Vertreter der örtlichen Cargofirma, wie sich später herausstellte. Nach einigen Floskeln ging es auch bald zur Sache. Einige Rückfragen später hatte ich auch einen Überblick. 18 $ Gebühr für den Zoll, das hörte sich gut an. Aber Moment. Er wollte plötzlich 240 $ haben. Oha! Auf diese Größenordnung war ich schon vorbereitet, es kam aber trotzdem etwas plötzlich. Zu den 18$ für den Zoll kamen noch 94$ für den Betreiber des Lagerhauses (Kenian Airlines), Festpreis. Nicht schlecht für 100m Transport übers Flugfeld in das Lagerhaus. Was nun noch hinzukam, war die Gebühr für die Cargofirma, also das Erledigen der Zollformalitäten, carnet de passage, Lagergebühren, Taxifahrt und den Papierkram. Ich hatte mit 150$ angefangen, wir aber aber schnell klar, dass es mit nur 38$ für die Firma nicht reichen würde. Schließlich trafen wir uns bei 180$. John war eine gefühlte Stunde damit beschäftigt, alles zu besorgen und währenddessen erörterten Joshua und ich die weltpolitische Lage, auch im besonderen Kontext Afrikas. Ich erkundigte mich nach dem Engagement der Chinesen in Kenia und Ostafrika und bekam eine sehr kompetente Analyse. Ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen, als er plötzlich auf die Eurokrise und das Siechtum Griechenland schwenkte. Auch Afrika ist im Bilde.

Endlich war alles erledigt und ich musste im Lagerhaus den Empfang der XBR bestätigen. Da stand sie und alles war noch dran. Ich packte in aller Ruhe alles auf, nur nicht zu schnell bewegen, der Schweiß rinnt. Umringt war ich dabei von 10 -15 Angestellten, die mein Treiben interessiert verfolgten, besonders das GPS hatte es ihnen angetan. Endlich war ich fertig und wollte starten, aber der Anlasser rührte sich nicht! Ach Mist, die Batterie war ja noch abgeklemmt. Ich verzichtete angesichts des rinnenden Schweißes auf Handschuhe und Textilhose, verabschiedete mich und fuhr los. Ich habe von Kenia nur eine Basiskarte auf dem GPS, aber schnell stellte sich raus, dass sehr viel mehr Strassen eh nicht existieren und als ganz grobe Orientierung reicht es, Strassenschilder sucht man vergebens.

Der Verkehr verdichtete sich zusehends, alles rennt über die Strasse, Blinker existieren, werden aber nicht benutzt. Immerhin werden rote Ampeln respektiert. Lastwagenfahrer haben prinzipiell Vorfahrt, vor allem wenn sie auf Deiner Spur den Überholvorgang durchziehen. Na ja, einfach etwas vorsichtiger fahren ohne den rückwärtigen Verkehr aufzuhalten (auch nicht gut). Ich komme damit gut klar, es erfordert halt die volle Aufmerksamkeit. Wenigstens wird nicht so selbstmörderisch gefahren wie im Iran <grins>.

Ich fuhr also in die gefühlte Richtung, tankte bei der Firma mit der Muschel und kaufte auch noch einen halben Liter Öl ein. Der Empfang ist überall sehr freundich: “Hello! Welcome to Kenia” etc etc. Endlich traf ich am vorgebuchten Hotel ein. Ich breitete meine Sachen aus und die Klimaanlage brachte das Zimmer beinahe zum gefrieren. Aber die muss wohl anbleiben, Mücken mögen keine Kälte. Und das Moskitonetz des Betts hat auch ein paar Löcher. Etwas ausgeruht (wie gesagt, kaum Schlaf gehabt) und anschließend an den Strand begeben, etwas Tee getrunken (tea time um 4) und das Wifi getestet. Jetzt ist es auch schon Abend und die Moskitoklamotten sind angezogen und die freien Stellen sind eingeschmiert. Einen verirrten Moskito habe ich im Zimmer schon erlegt. Warte gerade auf das Abendessen, riechen tut es schon mal sehr gut.

Morgen geht es nach Tansania!

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